Freitag, 8. November 2013

Schwerster Taifun aller Zeiten ...

In den vergangenen 10 Jahren haben sich etliche Naturkatastrophen ereignet, manche davon wurden von Fachleuten als Vorboten des Klimawandels bezeichnet. Und jetzt - es soll der schwerste Wirbelsturm sein, der je auf Land getroffen ist: Auf den Philippinen wütet Taifun "Haiyan" ('Sturmvogel'), Die US-Wetterbehörde NOAA erwartet von bis zu 360 km/h schnelle Böen und mehr als 125.000 Menschen wurden vorsorglich in Sicherheit gebracht. Experten befürchten "katastrophale" Zerstörungen, während unsere seriösen Medien sich in Superlativen ergehen: als 'perfekten Zyklon' oder  'Monstersturm' wird "Haiyan" bezeichnet. Derweil hat der Taifun die Stufe 8,1 erreicht - und damit die zuständige Skala gesprengt.

In meiner Jugendzeit gab es diesen Song von Herbert Grönemeyer mit dem vergleichsweise optimistischen Titel 'Jetzt oder Nie'. Darin taucht das zeitlos treffsichere Bild von den grasenden (=konsumierenden) Kühen auf, die kurz aufschauen und dann weitergrasen. Stunden der massenmedialen Aufmerksamkeit sind solchen Wetterkatastrophen sicher zwar sicher, je nach Umfang der verursachten Zerstörungen vielleicht auch Tage...aber das war es dann auch schon. Länger lässt sich die Masse nicht stören bei dem, was sie am besten kann und am liebsten tut.

Damals drehten sich solche Gedanken um Menschenrechtsverletzungen, Zensur, den atomaren Overkill...ebenfalls menschengemachte Probleme, aber dramatische Klimaveränderungen waren noch kaum präsent. Heute stellen wir (berechtigte) Überlegungen zum Zustand der globalen Volkswirtschaft, der Warenströme und der Verteilung von Reichtum an...aber viele tun dies doch aus der egoistischen Sorge heraus, ob sie in Zukunft denn auch ungehemmt weiter'grasen' können.
Im Verlauf des Stückes heißt es nicht nur 'Jetzt oder Nie' - sondern vor allem 'Jetzt oder nie mehr.
Es mag sachlich unzutreffend sein, dass ausgerechnet Haiyan mittelbar kausal mit dem Klimawandel zusammenhängt - doch eines scheint indessen festzustehen: Die ausufernden Wettererscheinungen nehmen in Häufigkeit und Intensität erkennbar zu - ebenso wie das menschliches Versagen im Umgang mit der Ökologie unserer Erde. 

Das ist halt so, sagen die verantwortlichen - und in der FAZ heißt es allen Ernstes, der Inselstaat (Philippinen) sei an folgenreiche Naturkatastrophen gewöhnt.
Ach so, na dann ist ja gut...Hauptsache wir Privilegierte in den Industrieländern brauchen uns nicht an immer chaotischere Wetterkapriolen zu gewöhnen!
Und falls doch, dann erst später - bis dahin drücken wir uns davor, den Tatsachen ins Auge zu sehen...




Farben auf dem Asphalt
Wasser schlägt ins Gesicht
Mut wird sich angesungen
Fast ohnmächtig vor Wut der Gewalt entgegen

Nächtelang nachgedacht
Jahrelang überwacht
Tausendmal aufgegeben
Alles falsch, ich will nur leben

Jetzt oder nie - Jetzt oder nie mehr
Jetzt oder nie Wascht ihr nur eure Autos

Sie werden dich fotografiern
Sie werden dich registriern
Du verbaust dir dein ganzes Leben
Warum nur du, es gibt doch soviele andere

Kämpfen für ein Land
Wo jeder noch reden kann
Herausschrein, was ihm weh tut
Wer ewig schluckt, stirbt von innen

Jetzt oder nie
Jetzt oder nie mehr
Jetzt oder nie
Wascht ihr nur eure Autos

Es tut so gut
Wenn dir die Seele brennt
Du auf die Straße rennst
Und du zeigst, es geht dir nicht gut
Daß dir der Kopf zerspringt
Und du weißt, daß du was tun mußt

Wir werden dosiert zensiert
Menschen achtlos diffamiert
Wie eine träge Herde Kühe
Schaun wir kurz auf und grasen dann gemütlich weiter

Das Fernsehen redet uns tot
Pflanzen sterben an Atemnot
Wir warten immer zu lange
Die Zeit rennt weg, wir müssen's angehn

Jetzt oder nie
Jetzt oder nie mehr
Jetzt oder nie
Wascht ihr nur eure Autos


Kommentare:

  1. Der ursächliche Grund für immer mehr verheerende Naturkatastrophen und das Elend der davon betroffenen Menschen ist die weltweit exponentiell ansteigende Überbevölkerung. Zu viele Menschen verursachen den enormen CO2-Ausstoss, der die Klimakatastrophe verursacht. Zudem werden weiterhin zu viele Menschen geboren, denen dann die Grundlagen für ein menschenwürdiges Leben fehlen. Wir sollten daher endlich nachdenken und weltweit nicht noch mehr Kinder in die Welt setzen, die dann hungern oder aus ihren Heimatländern flüchten müssen, weil sie keinen anderen Ausweg mehr sehen. Der Mensch sollte endlich vernünftig genug sein, sein Bevölkerungswachstum einzudämmen, sonst wird er die Natur und sich selbst zerstören. In den letzten 44 Jahren hat sich die Weltbevölkerung verdoppelt. Bleibt es so, dann werden im Jahr 2050 bereits 15 Milliarden Menschen auf der Erde leben – das ist die eigentliche Katastrophe, die verhindert werden muss. Bitte informieren Sie die Öffentlichkeit über unsere Petition für weltweite Geburtenregelungen bei der weltgrössten Plattform change.org: http://chn.ge/1bSmBDH

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  2. Nach Möglichkeit suche ich nach pragmatischen Wegen, um eine Herausforderung anzugehen. Wenngleich der Zusammenhang zwischen Bevölkerungswachstum und globaler Erwärmung kaum zu bestreiten ist, erachte ich noch näher liegende Schritte als vordringlich.

    Eine wirksame Geburtenkontrolle ist dennoch zu wünschen, doch wird man hoffentlich aus den in China im Zuge der Ein-Kind-Politik begangenen Fehler und Grausamkeiten lernen...

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  3. Wenn Sie wirklich dafür sind, dann geben Sie bitte Ihre Unterschrift dazu: http://chn.ge/1bSmBDH
    Viele Grüße, A. Wolf

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