Mittwoch, 11. Juni 2014

Folgen eines Austritts aus der EU (Doku)

Nachfolgende Dokumentation widmet sich ausführlich den Folgen des vor einem Jahr per Referendum beschlossenen Austritts Englands aus der EU. Eine mögliche Blaupause für Deutschland? Eher nicht, wenn man die vielen Wenn's und Aber's bedenkt.

Und uns Deutsche würden die übrigen Staaten vermutlich auch nicht austreten lassen - nicht mal aus der €-Zone. Diese fatale, fehlerhaft konstruierte Einheitswährung hat den 'normalen' Bürgern dieses Landes kaum mehr beschert hat als massive Teuerungsraten und höhere kollektive Schulden. Dennoch kann nicht ignoriert werden, dass die Einbindung in ein europäisches Währungssystem der Preis für die Wiedervereinigung Deutschlands war, welcher vom "Einheitskanzler" Kohl und seinen Schergen vorschnell und zu unüberlegten Konditionen akzeptiert wurde. Die eigene Duftmarke in der Geschichte zu hinterlassen, stand sicher im Vordergrund...


"Frieden und Freiheit" zu sichern, sei seine Hauptmotivation gewesen, versicherte Kohl rückblickend. Beides wäre auch ohne eine Zentralregierung in Brüssel und schleichenden Souveränitätsverlust infolge unüberschaubarer Konstrukte (ESM u.a.) zu erreichen.


Trotzdem...am Beispiel Englands wird deutlich, was alles dranhängt an der EU-Mitgliedschaft - selbst ohne Mitglied der Einheitswährung zu sein. Wer sich also hierzulande als Europa-Kritiker "outet" (in Wahrheit scheint mir dies eine Mehrheit in der Bevölkerung zu sein, der dieser Zentralisierungswahn schon lange zu weit geht), sollte die Konsequenzen aus dieser Kritik zuende gedacht haben.

Es gilt, Nutzen und Risiken abzuwägen - ohne endlos zu zaudern: Nicht die Frage "Raus aus der EU?" ist für uns Deutsche aktuell relevant - sondern: Wieviel Europa brauchen wir (alle europäischen Staaten) wirklich?

Das Resultat der jüngst durchgeführten Europa-Wahl sollte den Regierenden zu denken geben. In nahezu allen EU-Ländern gewannen europaskeptische Parteien erhebliche Stimmenanteile. Diese sind z.T. dem rechtskonservativen bis rechtsextremen Lager zuzuordnen, was ich für mehr als bedenklich halte.

Sollten die "Volksparteien" - allen voran Christ- und Sozialdemokraten - unbeirrt ihrem unkritischen Europawahn folgen, könnten die kommenden Wahlen noch ganz anders ausgehen...

Wäre es nicht sinnvoll, ja notwendig, die Schraube wachsender Machtbefugnisse für Brüssel auf ein gesundes Maß zurück zu drehen ('vor Lissabon') - anstatt das Kind mit dem Bade auszuschütten und sich in splitterhaften Protestbewegungen zu verlieren, welche lautstark gegen alles aus der EU wettern, aber kein tragfähiges Konzept für einen Austritt haben?





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