„Wenn diese Welt das Werk eines intelligenten Schöpfers ist,
dann sollte uns dieser Schöpfer all das einmal erklären.”
dann sollte uns dieser Schöpfer all das einmal erklären.”
Gibt es theologische Modelle, welche die Tatsache unverschuldeten Leids vereinbar werden lassen mit der Vorstellung eines gütigen, lebendigen Gottes?
Muss Gott sich rechtfertigen?
Der Begriff Theodizee ("Rechtfertigung Gottes") bezieht sich auf das Unverständnis darüber, wie Gott das in unserer Welt anzutreffende Übel und Leid zulassen könne.
Allgemein lässt sich das Theodizee-Problem so formulieren: Wenn es einen allwissenden, allmächtigen und moralisch perfekten Gott gibt, der die Welt erschaffen hat - wie kann es in dieser Welt dann Leid geben?
- Wenn Gott allwissend ist, dann weiß er von allem Leid und ebenso, wie er es verhindern könnte,
- wenn er allmächtig ist, dann könnte er alles Leid unterbinden oder wäre in der Lage, es in seiner Schöpfung erst gar nicht entstehen lassen,
- wenn er moralisch perfekt ist, dann will er es auch verhindern.
Gerade die christliche Religion stellt in weitaus höherem Maße als Islam und Mosaismus auf die Güte Gottes ab – impliziert die Eigenart der materiellen Schöpfung womöglich Umstände, dass in ihr ebenso Böses wie Gutes in einem Geflecht von Ursachen und Wirkungen eintreten kann?