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Samstag, 12. Januar 2013

Die Nemesis-Hypothese

Hat unsere Sonnen einen unentdeckten Stern als Begleiter?


Die eingebettete Dokumentation über die vermeintlich “böse Schwester der Sonne” soll im Grunde eine nüchterne Aufgabe erfüllen: Eine wissenschaftliche Hypothese bringt die Periodizität von Massensterben auf der Erde in Verbindung mit Meteoriteneinschlägen. Ursache dieser Einschläge könnte danach ein Begleiter der Sonne sein, welcher diese in 26 Millionen Jahren einmal umkreisen und bei seiner Annäherung Objekte der Oortschen Wolke ins innere Sonnensystem lenke.
Leider verzichtet die Doku nicht auf das Vokabular und Gebaren der Sensationspresse, deshalb ist man versucht, sie gleich zu Beginn abzuschalten. Zu frisch ist noch das düstere und diffuse Gestammel vom Weltuntergang.
Allerdings geht es hier nicht um ein katastrophales Ereignis in naher Zukunft (auch wenn dies im u.a. Dokufilm natürlich mit anklingt) - sondern um wissenschaftliche Forschung zur fragliche Existenz eines Begleiters der Sonne.


Ausgangspunkt:
David M. Raup und J. John Sepkoski hatten 1984 die früheren Artensterben untersuchten und dabei entdeckten, dass die zeitliche Abstände zwischen Massensterben regelmäßig zwischen 26 und 33 Millionen Jahren liegen. Theoretischen Rechnungen gehen meist von einer Periode von etwa 27 Millionen Jahren aus.
In etwa demselben zeitlichen Abstand traten vermehrt Kometeneinschläge auf, sodass ein Zusammenhang zwischen diesen beiden Ereignissen als naheliegend betrachtet wurde. 


Eine Erklärung für die periodisch gehäuften Kometeneinschläge liefert ein eventueller Begleiter der Sonne, welcher in regelmäßigen Abständen die Oortsche Wolke durchquert und mit seinem Schwerefeld die dort befindlichen Kometen aus ihrer Bahn wirft. Diese Kometen bewegen sich dann in die inneren Bereiche des Sonnensystems, wo es auf Grund der vergrößerten Kometenzahl statistisch auch häufiger zu Einschlägen auf Planeten kommt. Dieser hypothetische Sonnenbegleiter wurde Nemesis genannt.


Die äußeren Objekte unseres Sonnensystems, darunter auch der Zwergplanet Sedna, bewegen sich auf Bahnen, die von dem berechneten (eigentlich ‘vorgeschriebenen’) Weg dieser Objekte z.T. deutlich abweichen. Vieles deutet darauf hin, dass die Ablenkung durch ein lichtschwaches, massereiches Objekt innerhalb unseres Sonnensystems verursacht wird. So weist der erst 2003 entdeckte transneptunische (sich außerhalb der Umlaufbahn von Neptun um die Sonne bewegende) Zwergplanet “Sedna” eine extrem elliptische Umlaufbahn um die Sonne auf.



Sedna

Mit einem geschätzten Durchmesser von 1.700 Kilometern beträgt Sednas derzeitige Entfernung zur Sonne etwa 13 Milliarden Kilometer (rund 90 AU) und umrundet die Sonne einmal in 10.500 bis 12.000 Jahren. Der Astronom Mike Brown, Sednas Entdecker, stellte fest, dass es den Zwergplaneten eigentlich nicht geben dürfte.
“Er kommt nie auch nur nahe genug an die Sonne heran, um von ihr beeinflusst zu werden, entfernt sich aber auch niemals weit genug von ihr, um in den Einflussbereich anderer Sternen zu geraten.”
Sednas ungewöhnliche Umlaufbahn und Position so weit draußen im All ließen sich wohl nur durch ein unbekanntes, mehr oder weniger ‘unsichtbares’ Objekt in unserem Sonnensystem erklären. Die unklare Ablenkung wird von Astronomen der NASA auch bei Kometen des inneren Sonnensystems bestätigt, die nahezu alle ihren Ursprung in der selben Region innerhalb der Oortschen Wolke haben. Der Schwerkrafteinfluss eines solaren Begleiters, könnte diesen Teil der Wolke stören und Kometen so ins innere Planetensystem lenken. Auch diese kaum erklärbaren Abweichungen scheinen die Hypothese zu stützen, nach der unsere Sonne einen Begleiter (“Nemesis”) hat, der sie als Stern oder Brauner Zwerg in einer Entfernung von etwa 1 – 3 Lichtjahren umlaufen soll.
Der Wikipedia-Artikel über Nemesis bezeichnet Nemesis als “hypothetischen Begleiter unserer Sonne, der als Stern oder Brauner Zwerg die Sonne in einer Entfernung von etwa einem Lichtjahr bis drei Lichtjahren umlaufen soll. Seine Existenz wird aufgrund einer Periodizität von Kometeneinschlägen und Artensterben auf der Erde vermutet”.
Postuliert wurde Nemesis unter anderem von Richard Muller. Angeregt wurde Muller  dazu von Walter Alvarez, der das Aussterben der Dinosaurier infolge eines Kometeneinschlags vermutete – denn auch die Meteoritenkrater auf der Erde weisen eventuell eine übereinstimmende Altersstufung auf. Nemesis war in der griechischen Mythologie die Göttin des gerechten Zorns und der Vergeltung.

Kleiner Stern oder Brauner Zwerg?
Seit dem Aufkommen der Nemesis-Hypothese hat man versucht, ein solches Objekt mit Hilfe der bekannten physikalischen Gesetze und existierender Beobachtungen zu kategorisieren – ohne eindeutiges Ergebnis: Nemesis wird mitunter als Brauner Zwerg oder als roter Zwergstern beschrieben und soll drei bis fünf Jupitermassen besitzen. Als roter oder brauner Zwerg wäre er wäre kleiner und auch deutlich kälter als unsere Sonne.
Falls Nemesis existiert, ist sie sehr wahrscheinlich leuchtschwach, besitzt nur eine geringe Radialgeschwindigkeit und könnte allenfalls entdeckt werden durch moderne Projekte zur kontinuierlichen Beobachtung des Sternenhimmels - wie Pan-STARRS (Panoramic Survey Telescope and Rapid Response System).
Vier 1,8-Meter-Teleskope, die auf Hawaii errichtet werden sollen, werden in der Lage sein, Objekte mit einer scheinbaren Helligkeit bis zur 24. Größenklasse zu beobachten. Ein Abgleich mit früheren Beobachtungen soll die Entdeckung neuer Himmelskörper ermöglichen – darunter womöglich auch Nemesis.
Parallel zu Pan-STARRS ist
LSST geplant, ein ähnliches Vorhaben mit einem in Chile stationierten 8,4-Meter-Teleskop.

Handelt es sich bei Nemesis um einen Braunen Zwerg, so sollte ihre Existenz mit dem “Wide-field Infrared Survey Explorer” (WISE) bald geklärt werden. WISE soll im Auftrag der NASA nach nur im Infrarotspektrum sichtbaren Himmelsobjekten absuchen – auch nach Braunen Zwergen, von denen mehrere Tausend im Umkreis von 25 Lichtjahren um unser Sonnensystem vermuten. Ein Objekt mit der mindestens mehrfachen Masse des Jupiters in einem Umfeld von rund 25.000 AU sollte also nicht zu übersehen sein. Da erdnahe Objekte vor allem durch mehrere Positionsveränderungen bestimmt werden, kann die Frage nach Nemesis’ Existenz vermutlich erst in den kommenden Jahren endgültig beantwortet werden.-
Die Nemesis-Hypothese ist eine der Fragestellungen, die wir bei aller verständlichen Ablehnung von unausgegorenen Katastrophen-Szenarien nicht pauschal in der Kategorie ‘unbegründetes Gefasel’ ablegen sollten. Auch die Abhandlung ‘Hypothetische Planeten’ von Paul Schlyter legt nahe, dass Nemesis also nicht unbedingt als haltlose Spekulation angesehen werden muss:
“Nehmen wir einmal an, die Sonne wäre nicht allein, sondern hätte einen Zwillingsstern. Nehmen wir des weiteren an, dieser Zwillingsstern bewegt sich auf einem elliptischen Orbit, mit einem Abstand zur Sonne zwischen 90.000 AE (1,4 Lichtjahre) und 20.000 AE, mit einer Periode von 30 Millionen Jahren.
Und nehmen wir schließlich an, dieser Stern sei dunkel und letztendlich sehr fein, und daher haben wir ihn bislang nicht entdeckt. Dies würde bedeuten, daß alle 30 Millionen Jahre dieser hypothetische Zwillingsstern der Sonne die Oortsche wolke durchqueren würde [...].

Während einer solchen Passage würden die Proto-Kometen durcheinander gewirbelt werden. Einige zehntausende Jahre später würden wir hier auf der Erde einen dramatischen Anstieg der Anzahl von Kometen feststellen, die das innere Sonnensystem durchqueren. Wenn natürlich die Anzahl der Kometen ansteigt, tut dies naturgemäß auch die Wahrscheinlichkeit, daß die Erde mit dem Kern eines dieser Kometen kollidiert.”
Weil inzwischen Untersuchungen der geologischen Erdgeschichte ein zyklisches Massensterben alle 30 Millionen Jahre auf der Erde nahelegen, könnte auch ein ein Bezug zum Dinosauriersterben vor etwa 65 Millionen Jahren bestehen. Nach der o.a. Hypothese wäre also in etwa 25 Millionen Jahren mit dem nächsten Massensterben zu rechnen.

Wie konnte Nemesis bisher übersehen werden?
Es ist denkbar, dass man diesen vermuteten Begleitstern der Sonne noch nicht als solchen erkannt hat. Sterne zu entdecken ist weitaus einfacher, als deren Entfernung zur Erde zu bestimmen. Falls Nemesis wirklich existiert, dann wurde sie/er vermutlich längst von Astronomen registriert. Als Begleiter der Sonne wird Nemesis erst dann eingeordnet werden können, wenn die genaue Entfernung feststeht. 
Wie Schlyter (s.o.) erklärt, wird die Untersuchung der Nemesis-Hypothese dadurch erschwert, dass es keine sonstige Hinweise auf einen Zwillingsstern der Sonne gibt:
Es ist möglich, daß er sogar in einem der Kataloge dunkler Sterne auftaucht, ohne daß jemand etwas besonderes bemerkt hätte, namentlich die scheinbar gewaltige Bewegung, die er vor dem Hintergrund der viel entfernteren Sterne vollziehen würde (d.h. seine Parallaxe). Sollte er gefunden werden, dürften die wenigsten daran zweifeln, daß er Hauptursache des regelmäßigen Massensterbens auf der Erde ist.“
Auch auf die mythologische Seite geht Schlyter ein:
“Wenn ein Anthropologe früherer Generationen eine derartige Geschichte von seinen „Informanten“ zugetragen bekommen hätte, würde sich die vorherrschende Schulmeinung zweifelsohne Begriffen wie ,primitiv’ oder ,vorzeitlich’ bedienen. Dazu die folgende Geschichte:
         ‘Es gibt eine weitere Sonne am Himmel, ein Dämonenstern, den wir nicht sehen können. Vor langer Zeit, noch vor der Zeit unserer Vorväter, griff dieser Dämonenstern die Sonne an. Kometen fielen, und ein fürchterlicher Winter überfiel die Erde. Fast alles Leben wurde zerstört. Die Dämonensonne hat schon viele Male angegriffen. Sie wird es wieder tun.’
Daher dachten manche Wissenschaftler, diese Nemesistheorie ist ein Witz, […] hört sich nach Täuschung oder einer Fabel an. Es verdient einen zusätzliche Portion Skeptizismus, weil wir ständig in Gefahr sind, uns selbst zu betrügen.
Aber auch, wenn diese Theorie spekulativ ist, sie ist seriös und respektabel, weil der wesentliche Gegenstand überprüfbar ist: man findet den Stern und untersucht seine Eigenschaften. Dennoch, nachdem die Untersuchung des gesamten Himmels in Infrarot durch IRAS keine „Nemesis“ entdecken konnte, ist eine Existenz von „Nemesis“ nicht sehr wahrscheinlich. “
Bezeichnungen wie ‘Todesstern’ oder ‘böse Schwester’ sind in jedem Fall irreführend: Sollte ein solcher Begleiter der Sonne das Aussterben der Dinosaurier verursacht haben, dürfte er damit zugleich den Anstoß für die Evolution der Säugetiere und letztlich des Menschen gegeben haben…
Für die zyklischen Einschlagsereignisse existieren freilich auch weitere Erklärungsversuche, die keines Doppelsternes bedürfen: Astronomen um Professor William Napier am Cardiff Institute erstellten eine Simulation der Bewegung unseres Sonnensystems. Danach soll sich das Sonnensystem etwa alle 35 Millionen Jahre durch die Ebene der Milchstraße bewegen, dabei staub- und kometenreiche Regionen passieren und so das Risiko von Einschlägen auf der Erde deutlich vergrößern.

Samstag, 23. Juni 2012

Das Leben von Adam und Eva

Früher war es hier so schön ruhig“, schreibt der Mensch ins Tagebuch. Zu einer Zeit, als es noch keine Eva gab. Doch seitdem jenes neue Geschöpf um ihn herum ist, stimmt im Paradies nichts mehr.
"Montag. Dieses neue Geschöpf mit langen Haaren ist ganz schön lästig. Ständig treibt es sich hier herum und folgt mir überall hin nach. Das behagt mir gar nicht, Gesellschaft bin ich nicht gewohnt…
Überall ist sie ihm im Wege: „Immer wartet es auf mich oder läuft mir nach. Das habe ich nicht sehr gern. Ich wollte, es bliebe mehr bei den anderen Tieren.

… Es ist bewölkt heute, der Wind bläst von Ost. Wir werden Regen bekommen. Wir? Wo habe ich dieses Wort her? Jetzt fällt es mir ein – das neue Geschöpf hat es gebraucht."
Als er Eva aus dem Unterschlupf, den er gegen den Regen gebaut hat, hinausdrängen will, bekommt sie „ein feuchtes Gesicht“ - die ersten Tränen der Menschheit – und „machte ein Geräusch wie manche von den andern Tieren, wenn sie in Not sind“.
Das "neue Geschöpf" hieß einstmals Chawwa (‘Leben’), und derjenige, erstmals überhaupt seine Frustrationen1) einem Tagebuch anvertraut, ist Adam (‘Mensch’) - der erste Mensch. Mark Twain hat Adam die Worte in den Mund gelegt und sie als Kurzgeschichtensammlung "Tagebücher von Adam und Eva" (s. Auszug) veröffentlicht.
“Leben zwischen Wesen, die einander ähnlich sind, entwickelt sich aus Gegensätzen. Deren Entstehung sieht man besser, wenn man den ganzen Kram der Zivilisation mal beiseite räumt und sich nur auf schon vorhandene Tiere und auf die zwei Wesen jener obskuren Gattung beschränkt, die das Paradies erlebt haben. …Hier in diesem vergnüglichen Tagebuch ist es Eva, die alles Neue ankurbelt, schon allein durch ihre Anwesenheit.
Sie sagt zuerst das Wort „wir“, überhaupt redet sie unaufhörlich und ist „vor allem damit beschäftigt, die Dinge beim Namen zu nennen“. Durch sie findet die Welt ihre vielen Bezeichnungen, und damit rückt alles näher an Adam heran. Der hatte es mit ein bißchen Entfernung zu den meisten Dingen ganz gern. (Rezension v. H. Hirsch)
Nun ja, man gewöhnt sich aneinander, auch wenn dies Zeit braucht. Beide erkennen, was sie aneinander haben und das Liebe nicht auf positiven Persönlichkeitsmerkmalen oder Fähigkeiten gründet. Viele Jahre später stirbt Eva (lt. diesem Tagebuch) vor Adam, der auf ihrem Grabstein die Inschrift anbringt:
"WO IMMER SIE WAR, DA WAR EDEN"

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Samstag, 16. Juni 2012

Gott und die Götter - Biblische Mythen

Der Orientalist und Religionshistoriker Prof.Dr. Walter Beltz stellt biblische Mythen (“Bilder aus dem Orient”) in originärer, nicht theologisch redigiertern Gestalt vor und erläutert ihren historischen Hintergrund und mythologischen Sinn.

 

Die Vernichtung des Leviathan, 
Gravur von Gustave Doré (1865)[/caption]


Samstag, 9. Juni 2012

UFOs und EBE's – Wahrnehmung im Wandel der Zeit

Nicht mehr als ein "Feuchtbiotop voller Lügen und Halbwahrheiten"?

Welches Rüstzeug benötigt man, um sich mit 'Präastronautik'1) und dem UFO-Phänomen aus kritisch-neutraler Distanz?

  • Mit naturwissenschaftlicher Empirik alleine gelangt man rasch zu einer ironisch-spöttischen Ablehnung des gesamten Themenfeldes - das ist mir persönlich aber zu wenig. 
  • Das andere Extrem behagt mir genauso wenig: Im Web balgen sich profitorientierte Autoren (jeder darf sich "Paläo-SETI-Experte" nennen, das ist weder eine geschützte Berufsbezeichnung noch ein akademischer Titel) mit ihren Jüngern um "Artefakte" und "Theorien", welche sich bei näherem Hinsehen als äußerst spekulativ erweisen. Hauptsache, es ist schön bunt und kann sich nicht zur Wehr setzen?

Der schweizerische Philosoph und Sachbuchautor Armin Risi 
("Die Kosmologie der altindischen Schriften") nennt als Voraussetzung zum tieferen Verständnis des Paläo-SETI-Phänomens ein "neues, multidimensionales Weltbild, in dem auch die "paranormalen" Aspekte der materiellen Realität Platz haben". In diesem Kontext bemüht Risi exemplarische Stichworte wie Reinkarnation, höhere Dimensionsebenen, mind over matter und Astralenergien bemüht. 

Spätestens bei "Astralenergien" stoße ich an die Grenzen meines Weltbildes und ebenso meines Halbwissens - mir bleibt die Freiheit zur selektiven Akzeptanz dessen, was ihm gerade noch plausibel erscheint.

Offenbar verfügten ältesten Hochkulturen über ein Wissen, das diesen Ansprüchen genügt und das deshalb erst heute nach und freigelegt wird.

Kosmologie der altindischen Schriften (Armin Risi)

Die Menschheitsgeschichte der letzten 20.000 Jahre liefert in Verbindung mit den erstaunlich ähnlichen Mythen aller Kontinente Anhaltspunkte, dass Begegnungen mit außerirdischen Intelligenzen vor Tausenden von Jahren stattgefunden haben könnten. Es gehört heue fast zur Allgemeinbildung: Historische Überlieferungen und Legenden - beginnend mit den altindischen („vedischen“) Schriften – berichten von 'Göttern, die vom Himmel kamen'.
Bereits 1996 wies Armin Risi in seiner o.a. Abhandlung darauf hin, dass
“…jene Zivilisation, die diese Schriften hervorgebracht hat, über ein fortgeschrittenes Wissen verfügte und mit Selbstverständlichkeit über interplanetarische Reisen, Vimana-Raumschiffe und außerirdische Zivilisationen sprach.”
Der vorliegende Text greift 'interplanetarische und interdimensionale Kontakte' der Vergangenheit auf und sucht nach möglichen die Parallelen zum gegenwärtigen UFO-Phänomen? Lt. Risi besagen die mehr als 5500 Jahre alten vedischen Quellen sehr klar, dass die Menschen der früheren Zeiten Kontakt zu außerirdischen Wesen hatten. Allerdings seien diese Kontakte untrennbar verbunden mit einem philosophischen bzw. spirituellen Zugang, welcher den meisten Menschen heute verschlossen ist. 
Die Veden allein auf ‘Präastronautik’, UFOs und leuchtende Spektakel am Nachthimmel reduzieren zu wollen, würde lediglich von Ignoranz zeugen.
  • Eine ausführliche Einführung zu den vedischen Schriften findet sich beispielsweise hier.

Der größte Teil dieser aus insgesamt sechs vedanga-s (Gliedern) bestehenden Schriften, geschrieben in Sanskrit, befasst sich mit geistigen und religiösen Themen (Selbstverwirklichung, Wesen des Seins, Gotteserkenntnis, aber auch Kriegskunst und wissenschaftliche Angaben), worin zugleich ein wichtiger Hinweis auf die Prioritäten dieser Kultur darstellt.


Das Wort Sanskrit in Devanagari-Schrift

In den Veden begegnen wir einer umfassenden, erstaunlich fortschrittlichen Weltsicht, die wohl nur als Ganzes zu verstehen ist. Risi schreibt:
“Weniger bekannt sind jene Teile, die sich mit dem Aufbau des Universums und mit Sankhya, einer Art multidimensionalen Physik, befassen. Die Purana-Kosmologie enthält Informationen über die Entstehung des Universums, die erst im 20. Jahrhundert wieder herausgefunden wurden, zu einem großen Teil aber noch unentdeckt sind oder bestritten bzw. verheimlicht werden,…”

Allein um die Kosmologie der Veden zu verstehen, würde man Monate wenn nicht Jahre benötigen. Doch könnte diese eher in der Populärwissenschaft beachtete These (‘außerirdischer Technologietransfer’, um zunächst ein Schlagwort zu nennen) einen Einstieg in die komplexen Schriften der alten Inder vermitteln.


Wiederholt ist darin von einem multidimensionalen Raum mit verschachtelten Welten in unterschiedlicher Verdichtung (grobstofflich / feinstofflich) und von höherdimensionalen Wesen Kontakt die Rede. Viele der enthaltenen Informationen wurden in den vergangenen einhundert Jahren naturwissenschaftlich bestätigt: die Krümmung des Raumes in sich, das Wesen von Materie als einer Form von sich ständig wandelnder Energie, die Relativität von Raum und Zeit – aber auch die Tatsache, dass das Universum seit Jahrmilliarden existiert, die Erde 4 bis 6 Milliarden Jahre alt ist und einstmals ein glühendes Gebilde war.

Mit anderen Aussagen, die aus vedischer Sicht ebenso selbstverständlich sind, mag sich die Naturwissenschaft (noch) nicht anfreunden. Hierzu zählt unter anderem, dass die sogenannten UFOs physische Realitäten nicht-irdischen Ursprungs seien. Auch der Umstand, dass sich vergleichbare Aussagen bei nahezu allen vergangenen Kulturen finden – wobei das Alte Testament m.E. nach keine Ausnahme bildet – verleitet nur einige Abtrünnige der großen Wissenschaftsgemeinde, diesen Ansatz ernsthaft zu verfolgen.
Dabei sind diesbezügliche Schilderungen der Veden erstaunlich konkret, beispielsweise:
  • die Vimana-Texte, die verschiedenste irdische und interplanetare Raumschifftypen beschreiben (samt Bauanleitung und einer noch unverstandenen Metallurgie)
    [Die altindischen Texte sprechen allerdings auch von der Verwendung flüssiger Treibstoffe: z.B. Alkohol, Honig, vergorener Reis und bestimmten Pflanzenextrakten,... klingt irgendwie nicht nach überlegener Alientechnologie, sondern eher nach der kreativen Nutzung von Luftschiffen (Heißluftballons)]
  • die Dhanurveda-Texte, die zwei Waffenkategorien beschreiben, hauptsächlich zwei Kategorien: mechanische und „Kampfsport“-Waffen (shastra) sowie solche Waffen, die mit höheren Energien funktionieren und nur durch Mantras oder Gedankenkraft zum Einsatz gebracht werden können (astra)
Aufschlussreich für die Präastronautik seien auch vedischen Texte über Architektur (Sthapatya). Wie in Ägypten und Südamerika, gibt es auch in Indien Relikte ‘unerklärlicher Monolith-Techniken’, welche für die moderne Technologie schwer oder gar nicht imitierbar sein sollen.
Als Beispiel hierfür führt Risi den südindischen Brihadisvara-Tempel von Tanjore an. Die Plattform auf der Spitze dieses Pyramidentempels in 70 Metern Höhe bestehe aus einem einzigen Stein von fast 100 Tonnen Gewicht.


Brihadisvara-Tempel

Risi vollzieht an dieser Stelle eine Schlussfolgerung nach, der sich auch die Befürworter der Präastronautik bedienen, ausgehend von der Frage, woher die alten Inder dieses Wissen und diese Fähigkeiten hatten:
Bestimmt nicht aufgrund von empirischer Forschung, denn die dazu erforderlichen technologischen Apparaturen, die erst in der Neuzeit mit einem enormen Aufwand entwickelt wurden, standen ihnen nachweisbar nicht zur Verfügung. Was waren dann ihre Quellen?
Geschichtsforscher der Gegenwart können über diese Frage (ebenso wie übrigens auch die Präastronautiker) nur spekulieren, wenn sie derart Verstörendes nicht per se ausblenden. Dagegen äußern sich die vedischen Schriften ohne Umschweife:
“In früheren Zeitaltern hatten die Menschen direkten Kontakt mit Gott und den Göttern und bekamen von ihnen den notwendigen Einblick in die Zusammenhänge des Lebens.”
Schriftliche Aufzeichnungen sollten sicherstellen, dass dieses Wissen niemals verloren gehe. Dass vedische Schriften tatsächliche in großer Fülle bis heute erhalten sind, lässt sich darauf zurückführen, dass die altindische Kultur nie untergegangen, sondern bis heute in Form einer spirituellen Tradition fortgesetzt wird.

Eine der Kernaussagen von Armin Risi lautet: Die Selbstverständlichkeit, mit der die vedischen Schriften von interplanetaren und interdimensionalen Kontakten sprechen, zeuge von einer tiefen Einsicht in die Physik des multidimensionalen Kosmos.
Hm ...sind ‘wir’ heute überhaupt imstande zu beurteilen, ob nicht doch Wunschdenken im Vordergrund stand, wie man es auch der Bibel unterstellt - und heute noch steht, wenn allzu leichtgläubig an Berichten von Kontakten mit E.T. festgehalten wird?

Zwar stimme ich mit Risi insoweit überein, als die alten Überlieferungen jeden Respekt sowie Aufmerksamkeit verdienen, denn sie könnten tatsächlich einen Ausweg aus der zunehmenden spirituellen und geistigen Substanzlosigkeit eröffnen. Darüberhinaus erhalten sie sicherlich wertvolle Impulse für die heutige Naturwissenschaft.
Empirische Beweise für die Richtigkeit des prähistorischen Technologietransfers von ‘außen’ oder ‘oben’ liefern sie jedoch nicht


Zu bedauern ist allerdings der Dogmatismus von Wissenschaftlern, welche die Präastronautik der Lächerlichkeit preisgeben wollen, obwohl sie selbst auch keine schlüssige Beweisführung für Phänomene wie die kambrische Explosion und die neolithische Revolution anzubieten haben.


Trotz Relativitätstheorie und Quantenphysik verfügt die Physik der Gegenwart allenfalls über theoretische Ansätze, um die vedische Multidimensionalität von Raum und Zeit zu verstehen. Eine Reihe von Wahrscheinlichkeiten also, die es bislang weder gestattet, die Kosmologie und das Raumzeitverständnis der Veden als unzutreffend abzutun noch sie als beweisbar darzustellen.
Attribute wie ‘unmöglich’ und ‘wahrhaftig’ sind insoweit gleichermaßen unangemessen. Offensichtlich müssen wir uns derzeit damit zufrieden geben, dass die Menschheit noch nicht so weit ist, um diese Fragen definitiv zu beantworten. 

Nachdem die bereits vollzogenen Fortschritte auf technologischen und naturwissenschaftlichen Gebieten missbraucht und zum Schaden eines Teils der Menschen und der belebten Natur eingesetzt werden, dann bin ich darüber fast erleichtert.-


Persönlich halte ich einzelne kosmologische Aussagen der Veden freilich für plausibel; sie werfen keine unüberwindbaren Widersprüche auf und könnten sich möglicherweise als zutreffend erweisen.
Sollte es wirklich so sein, dass wir unsere subjektiv wahrgenommene Realität letztlich in einem ‘kollektiven Traum’ erleben (vgl. ‘Ist unsere Realität ein kollektiver Traum?’ , Dank an Guido für den empfohlenen Link in seinem letzten Kommentar), dann sehe ich keine grundsätzliche Veranlassung, warum in dieser formbar-subjektiven Wirklichkeit keine UFOs und interplanetarischen Begegnungen vorkommen sollten.
Andererseits unterliegt auch ‘diese’ Realität, soweit wir heute wissen, bestimmten Naturgesetzen und -konstanten, etwa der Lichtgeschwindigkeit als maximal erreichbare Geschwindigkeit. Damit stellt die Überwindung astronomischer Entfernungen in vertretbaren Zeiträumen (innerhalb einer aus vier Dimensionen bestehenden Welt) eine erhebliche Schwierigkeit dar dar. Das war auch vor 5500 Jahren so. Bis auf weiteres müssen spekulative Hyperräume, Dimensionssprünge oder die Einstein-Rosen-Brücke (‘Wurmlöcher’) als Erklärungsversuche herhalten.

Indessen steht Armin Risi auch den Berichten über neuzeitliche UFO- und Alien-Begegnungen mit einer Unvoreingenommenheit gegenüber, die ich selbst so nicht teile.
Ein Beispiel: “Der explosionsartige technologische Fortschritt der letzten fünfzig Jahre sei auf den Kontakt gewisser Menschen mit nicht-irdischen Interessengruppen zurückzuführen. Im Austausch gegen Technologie sei diesen erlaubt worden, sich am irdischen Gen-Material zu bedienen. Die Technologie, die dem Volk zur Verfügung gestellt wird, sei natürlich nur ein verächtlicher Bruchteil des gesamten Arsenals.”
Solche schlicht unbeweisbaren und m.E. unhaltbaren Behauptungen geht mir entschieden zu weit, zumal ohne Nennung von überprüfbaren Quellen, Orten und Zeitpunkten.


Von solchen Eskapaden enthält die genannte Abhandlung gleich mehrere: Thesen wie ‘Die Menschheit stammt von höheren Planeten’ muten als weit hergeholt an – andererseits wird die These der Panspermie auch unter Evolutionsbiologen diskutiert.

Gegenwartsbeispiel: ‘Secrets of the black world’ Dokumentation über ‘Area 51’ und die Geheimniskrämerei in US-Militäranlagen -



Nachdem sich inzwischen so ziemlich alles 'glaubhaft' visualisieren lässt, erachte ich heutige Meldungen z.B. über angeblich außerirdische Technologien auf der Erde nicht als glaubhafter als die Aufzeichnungen der alten Inder.

Michael Hesemann hat den Versuch unternommen, die verfügbaren Aussagen, Videoaufnahmen und sonstige Quellen zu ordnen und sachlich zusammen zu stellen. Der so entstandene Film hebt sich von sonstigem UFO-Material immerhin dadurch ab, dass auf dramaturgische Elemente wie Musikuntermalung etc. fast verzichtet wurde. Allerdings ist der Film insgesamt etwas langatmig, vor allem wg. der Aneinanderreihung sehr ähnlicher Zeugenaussagen.
  • Der in einem Interview (für KLAS-TV) befragte Robert "Bob" Lazar (geb. 1959) ist in der ‘UFO-Szene’ kein Unbekannter. Der US-amerikanische Physiker erklärte, 1988 bis 1989 an einem Projekt an Studien über mutmaßlich außerirdischen Fluggeräte gearbeitet, die am am Papoose Lake in einem militärischen Sicherheitsbereich S-4 durchgeführt worden seien.
Seine Ausführungen erzeugten einiges mediales Interesse, immer wieder sei er mit Kritik und Widersprüchen konfrontiert. So wurde ihm vorgehalten, er kenne viele aktuelle, dem gängigen Wissensstand entsprechende physikalische Theorien nicht. Interessant ist Lazars Antwort auf die Frage, weshalb er mit dieser heiklen Thematik an die Öffentlichkeit gegangen sei: er habe sich schützen wollen und zugleich der Desinformationen von staatlicher Seite begegnen wollen.
Später verwies Bob Lazar auf Unterlagen, die ihm für seine wissenschaftliche Arbeit zur Verfügung gestellt worden seien. Unter anderem seien darin “Informationen über UFOs sowie Autopsiebilder von kleinen grauen Wesen mit großen unbehaarten Köpfen” enthalten gewesen. Klingt schön spektakulär, ist meiner Einschätzung nach aber ebenso wenig nachvollziehbar wie der Zugriff von Aliens auf menschliche Gene (s.o.). 


Geheimhaltung aus Furcht vor Massenpanik - auch heute noch?

Erkennbar groß sind die Schwierigkeiten auf journalistischer Seite, offizielle bzw. glaubhafte Bestätigungen für die Aussagen Lazars zu erhalten - wirklich nur infolge von Einschüchterungen durch US-Geheimdienste?

  • Daran krankt meiner Ansicht nach die gesamte "E.T.-Branche": Je weiter eine Meldung/Behauptung vom Mainstream-'Konsens' (=dem, was die als relevant erachteten Medien uns als Wahrheit vorsetzten, meist als als vorgekauter, leicht bekömmlicher Informations-häppchen-Brei) abweicht, um so eher sind Belege gefordert. Wenigstens aber eine plausible Indizienkette sowie nachprüfbare Quellenangaben. Behauptungen und Hörensagen reichen einfach nicht, um (z.B. mich) zu überzeugen.
Gelassenheit und eine gesunde Skepsis gegenüber Aussagen der Präastronautik sowie dem UFO-Phänomen sind jedenfalls angebracht; leider tummeln sich in diesem Umfeld viele Gestalten, die absichtlich Halb-/Unwahrheiten verbreiten, um persönlichen Nutzen daraus zu ziehen ...Profit, Anerkennung, öffentliche Aufmerksamkeit oder was auch immer. Auch unüberlegtes Abkupfern (einschließlich inhaltlicher und Rechtschreibfehler) fügt dem Forschungsgegenstand Paläo-SETI erheblichen Schaden zu.
  • Die angeblichen Abstürze von Aliens in New Mexico kommentierte der Kosmologen Prof. Harald Lesch so: "Wenn Außerirdische es schaffen, Milliarden von Lichtjahren zu überwinden um uns zu besuchen und dann nicht in der Lage sind, ein Raumschiff anständig im Orbit zu halten, will ich mit diesen Minderbemittelten nichts zu tun haben."
    Den einschlägigen Legenden zufolge kamen die UFO-Piloten mit Radaremissionen der US-Streitkräfte nicht zurecht, welche die sensible Steuerungstechnik ihrer Raumgleiter gestört habe. 
Festzustehen scheint: gerade die von staatlicher Seite verhängte Geheimhaltung begünstigt dieses ‘Feuchtbiotop von Lügen und Halbwahrheiten’ nur. Bestimmte Fakten der Bevölkerung erst zum geeigneten Zeitpunkt mitzuteilen, mag durchaus sinnvoll sein - sonst könnte im Einzelfall die öffentliche Ordnung zusammenbrechen.

Doch oft genug wird eine unterstellte Panikreaktion instrumentalisiert, um die Zurückhaltung wichtiger Informationen zu rechtfertigen. Das 'UFO-Thema' ist durch eine Vielzahl von Nachrichten, Dokumentationen und Filmproduktion jedoch längst im Bewusstsein der Öffentlichkeit verankert; eine in den 1950er Jahren vielleicht mit Recht befürchtete Massenpanik ist in der heutigen Zeit auszuschließen.

Citizen Hearing in Washington - Kommt das Ende der UFO-Geheimhaltung?   



Ein weiterer Effekt der restriktiven Informationspolitik: Unser persönlicher Wissensdrang bleibt unbefriedigt - das erzeugt nicht nur Frust, sondern führt zur Verselbständigung von Mythen (jeglicher Art) und einer beträchtlichen Eigendynamik : Sollten relevante UFO-Verschlusssachen nach 2025 wirklich offen gelegt werden, würde damit die Kontroversen kaum beigelegt – im Gegenteil: Das angeblich “grösste Geheimnis unserer Zeit” lässt sich nicht weg-rationalisieren. 

Und was bitte soll aus den Verfassern einschlägiger Bücher werden, vor allem nach 2012? Die Webseite ‘UFOs: Die spektakulärsten Schwindeleien’ befasst sich ausführlich mit Begebenheiten, die nach anfänglicher Verwirrung als Schwindel bzw. Manipulation entlarvt werden konnten.

Dann sind moderne UFO-Sichtungen und das Drum und Dran ausnahmslos Schwindel? 
Kaum, doch es würde mich wirklich nicht erstaunen, wenn sich die ‘Wahrheit’ in gänzlich anderer Weise darstellen würde, als wir Außenstehenden anhand der bruchstückhaften Informationslage vermuten können. 


Präastronautik erscheint glaubhafter

Erstaunlicherweise werden in früheren Zeiten beschriebene Kontakte zu nicht-irdischen Wesen nie als eine Sache geheimniskrämerischer Eliten und Geheimbünde dargestellt. Eher, so jedenfalls mein Eindruck, wusste damals 'jeder', dass es diese 'Halbgötter mit ihren Himmelsschiffen und Donnervögeln' gab.
Heute dagegen weiß niemand etwas Konkretes über Außerirdische – und wenn doch, darf er sein Wissen nicht mit allen Menschen teilen - ein Indiz dafür, dass große Teile der aktuell kursierenden UFO-Sachverhalte einer objektiven Überprüfung kaum standhalten dürften. Anders ausgedrückt: Falls vor mehr als fünftausend Jahren tatsächlich riesige Raumschiffe (‘fliegende Städte’) am Himmel zu sehen waren, dann hatten die Aliens keinen Grund, im Verborgenen zu agieren. Ihre Anwesenheit wäre unwiderlegbar und für alle Menschen der Region offensichtlich gewesen.
Weshalb sollten die gleichen überlegenen Intelligenzen heute anders vorgehen und nur mit wenigen Politikern, Geheimdienstlern sowie sog. Channeling-Experten vertrauliche Konversation treiben – mit dem Resultat, das ihre Anwesenheit weiterhin verschleiert bleibt?
Risi beantwortet diese Frage auf seine Weise: Er unterscheidet zwischen ‘guten’ uneigennützigen Aliens (‘Lichtwesen’) und ‘Wesen aus unteren (dunklen) Dimensionen – die seiner Auffassung nach beide das Geschehen auf der Erde beeinflussen – auf sehr unterschiedliche Weise:
“…die Lichtwesen2) sind sich über alle Vorgänge auf der Erde bewusst, aber sie halten sich im Hintergrund und respektieren den freien Willen ...
Die ersten Außerirdischen, die auftreten, werden also nicht die von „oben“, sondern die von „unten“ sein!”
Und weil diese Wesen ‘von unten’ sind, errichten sie auf der Erde ihre Stützpunkte errichten, tun sie das deshalb entweder unterirdisch oder unterseeisch…
Diese heikle Form von Gut-Schlecht-Wertigkeit könnte aber auch eine Ausprägung der für uns Menschen so typischen Projektion von Verantwortung auf ‘höhere’ Wesen darstellen. Denn, das sollte nicht vergessen werden, die Möglichkeit ihrer Existenz ist bei weitem nicht gleichbedeutend mit ihrer Anwesenheit auf oder nahe der Erde!
Es bleibt das Entfernungsproblem. Ob es grundsätzlich lösbar ist, werden wir erst klären können, wenn wir die Frage der Existenz weiterer Dimensionen beantwortet haben.
Kämen uns die Aliens dabei zuvor, indem sie einen unwiderlegbaren, öffentlichen Beweis ihrer Anwesenheit lieferten, würden sie wohl ein Umdenken in religiöser/spiritueller Hinsicht auslösen:
“Woher auch immer die nicht-irdischen Wesen stammen, sie bedeuten für den Menschen eine Konfrontation mit der Multidimensionalität des Kosmos, und diese Horizonterweiterung könnte das einseitige Weltbild der modernen Wissenschaften und Religionen ins Wanken bringen.”
Ob ‘sie’ der Menschheit nun helfend zur Seite stehen oder rücksichtslos-manipulativ eigene Ziele verfolgen oder ob beides parallel stattfindet, wie uns die Veden mitteilen -einstweilen gilt: all diese Argumente und Spekulationen ändern nichts an einer Tatsache: die Menschen sind für ihr Überleben selbst verantwortlich.


Anmerkungen:

1) Prä-Astronautik oder Paläo-SETI ist ein Sammelbegriff für Thesen, nach denen eine oder mehrere Außerirdische Intelligenzen die Menschheit in früheren Zeiten auf der Erde besucht haben. Von den Aliens sei eine entscheidende Beeinflussung der menschliche Zivilisation beeinflusst oder sie sogar erst geschaffen. Dabei werden oft die in nahezu allen Kulturen vorhandenen Überlieferungen von Begegnungen mit Göttern und anderen fabelhaften Wesen als Besuche außerirdischer Wesen gedeutet.

2) In der Abhandlung von Armin Risi verschwimmen die Konturen zwischen außerirdischen Wesen / höherdimensionalen Wesen / göttliche Wesen. Ein hochinteressanter Ansatz, wenn man den Gedanken zulässt, dass ‘Göttlichkeit’ zunächst eine von Menschen geschaffene Kategorie und Zuweisung bestimmter Attribute ist.
Das wirkliche, vollständige Wesen des ‘Göttlichen’ werden wir kaum je ergründen.

Donnerstag, 23. Februar 2012

Tolkiens Schöpfungsmythos

Das Silmarillion...fraglos erfunden und doch so real...

Über die Schöpfungs-Erzählung J.R.R Tolkiens zu Beginn seines Werkes Silmarillion erübrigt sich jede Diskussion. Jedenfalls über Fragen nach dem Wahrheitsgehalt, der Faktentreue oder 'Könnte es wirklich so gewesen sein?'. Könnte es nicht, jedenfalls erhebt der begnadete Fantasy-Autor Tolkien in keinster Weise den Anspruch eines wie auch immer gearteten Vergangenheits- oder Realitätsbezuges.

Bei der erschaffenen Welt handelt es sich 'nur' um Tolkiens Welt, d.h. die von J. R. R. Tolkien (1892–1973) erdachte Fantasiewelt. Mittelerde ist als Name dieser Welt nach ihrem bekanntesten Kontinent, Schauplatz der Romane Der Hobbit (1937) und Der Herr der Ringe (1954/55), gebräuchlich. 

Das Silmarillion bildet den Rahmen zu Tolkiens großen Romanen und deren kosmogonische und mythologische Vorgeschichte  Es handelt sich um erzählte Mythen über Entstehung und Geschichte der Welt Arda vom Anbeginn der Zeit an.Der englische Schriftsteller und Sprachwissenschaftler erschuf in diesen Werken diese umfassende Welt mit eigener Geschichte und aufeinander aufbauenden Sprachen, Völkern, Mythen und Sagen. "Tolkien setzte neue Maßstäbe, indem er als einzelner Autor eine ganze Welt erfand und beschrieb. Er gilt als einer der Begründer der modernen Fantasy-Literatur."Und doch mag ein Bezug zur Realität in Tolkiens Werk zu finden sein, in jedem Fall lässt sich aus einem metaphorischen Verständnis heraus ableiten, dass am Anfang von Allem ein Gedanke steht...

Sicherlich lassen sich zudem manche Parallelen aufdecken zwischen dieser gänzlich fiktiven Erzählung über den Ursprung von Allem und den bekannten Schöpfungsmythen vieler Völker und Religionen. Nicht nur in der sumerischen und damit auch der biblischen Schöpfungsgeschichte begegnen wir den Anfängen von Gut und Böse und der Idee eines Schöpfers, der sich sehr wohl auch das Böse zunutze macht - um letztlich Gutes zu bewirken.



AINULINDALE

"Eru war da, der Eine, der in Arda Ilúvatar heißt; und er schuf erstens die Ainur, die Heiligen, Sprößlinge seiner Gedanken; und sie waren bei ihm, bevor irgend andres erschaffen war. Und er sprach zu ihnen, sie Melodien lehrend, und sie sangen vor ihm, und er war froh.
Lange aber sangen sie nur jeder für sich allein oder zu wenigen, während die andren lauschten, denn ein jeder verstand von Ilúvatars Gedanken nur jenen, aus dem er selber stammte, und nur langsam lernten sie auch ihre Brüder verstehen. Doch indem sie hörten, verstanden sie besser, und es wuchsen Einklang und Harmonie. Und es geschah, dass Ilúvatar die Ainur alle zusammenrief und sie eine gewaltige Melodie lehrte, die größere und herrlichere Dinge auftat, als er ihnen je gezeigt hatte; und der Glanz ihres Anfangs und die Pracht ihres Endes verwirrten die Ainur, so dass sie sich vor Ilúvatar verneigten und still waren.

Da sagte Ilúvatar zu ihnen: »Aus dem Thema, das ich euch gewiesen, machet nun in Harmonie gemeinsam eine Große Musik. Und weil ich euch mit der Unverlöschlichen Flamme angefacht habe, so zeiget eure Kräfte und führet mir dies Thema aus, ein jeder nach seiner Art und Kunst, wie's ihm beliebt. Ich aber will sitzen und lauschen und froh sein, daß durch euch solche Schönheit zum Liede erwacht.«Da begannen die Stimmen der Ainur zu erschallen wie Harfen und Lauten, Flöten und Posaunen, Geigen und Orgeln, und sie machten aus Ilúvatars Thema eine große Musik; und ein Klang stieg auf von endlos ineinander spielenden Melodien, harmonisch verwoben, und verlor sich in die Höhen und Tiefen jenseits allen Gehörs, und die Räume, wo Ilúvatar wohnt, quollen über, und die Musik und ihr Echo hallten hinaus in die Leere, und sie war nicht mehr leer.

Nie wieder haben seither die Ainur eine Musik gleich dieser gespielt, doch heißt es, eine noch schönere solle vor Ilúvatar nach dem Ende aller Tage erklingen, von den Chören der Ainur und der Kinder Ilúvatars. Dann werden die Themen Ilúvatars rechtens gespielt werden und das Sein erlangen in dem Augenblick, da sie erklingen, denn alle werden dann ganz verstanden haben, welches für ihr Teil Ilúvatars Absicht ist, und jeder wird wissen, was jeder weiß, und Ilúvatar wird ihren Gedanken das geheime Feuergeben, und er wird sein Wohlgefallen haben.Jetzt aber saß Ilúvatar und lauschte, und lange schien es ihm, dass es gut sei, denn die Musik war ohne Fehl. Wie aber das Thema weiterging, kam es Melkor in den Sinn, Töne einzuflechten, die er selbst erdacht hatte und die nicht zu Ilúvatars Thema stimmten, denn er strebte nach mehr Glanz und Macht für die ihm zugewiesene Stimme.

Melkor waren unter den Ainur die reichsten Gaben an Macht und Wissen verliehen, und an allen Gaben seiner Brüder hatte er teil. Oft war er allein in die Räume der Leere gegangen, um die Unverlöschliche Flamme zu suchen, denn heiß war sein Verlangen, Dinge in die Welt zu setzen, die sein eigen wären, und es schien ihm, dass Ilúvatar sich nicht um die Leere kümmerte; er aber war es nicht zufrieden, daß sie leer war. Doch er fand nicht das Feuer, denn es ist bei Ilúvatar. Als er aber allein war, hatte er begonnen, eigne Gedanken zu denken, andre als seine Brüder.
Manche von diesen Gedanken flocht er nun in sein Lied, und Missklang wuchs um ihn auf, und viele, die nahe bei ihm sangen, wurden unmutig; ihre Gedanken verwirrten sich, und ihr Gesang stockte; manche aber begannen sich auf ihn einzustimmen und von ihrem ersten Gedanken abzuweichen. Nun breitete sich Melkors Missklang noch weiter aus, und die Melodien, die man zuvor gehört, scheiterten in einem Meer wirrer Töne.

Ilúvatar aber saß und lauschte, bis dass es schien, ein Sturm dunkler Wasser tobe um seinen Thron, die in endlosem, unversöhnlichem Hass einander bekriegten.Da stand Ilúvatar auf, und die Ainur sahen, dass er lächelte. Und er hob die linke Hand, und ein neues Thema kam auf inmitten des Sturms, ähnlich dem ersten und doch anders, und es gewann Kraft und war von neuer Schönheit. Doch die Mißtöne Melkors bäumten sich auf und widerstritten ihm, und abermals, heftiger als zuvor, führten die Töne Krieg, bis daß viele der Ainur sich fürchteten und nicht mehr sangen, und Melkor hatte die Oberhand. Abermals stand Ilúvatar auf, und die Ainur sahen, daß seine Miene streng war, und er hob die rechte Hand, und siehe, ein drittes Thema erwuchs aus der Wirrnis, und es war anders als die ersten. Denn zuerst schien es leis und sanft, nur ein Wellenspiel milder Laute in zarten Melodien, doch war es nicht zu übertönen und kam zu Kraft und Würde.
Und so schien es nun, als ob zwei Lieder zu gleicher Zeit vor dem Thron Ilúvatars erklängen, und sie waren ganz uneins. Das erste war tief und weit und schön, doch langsam und im Ton eines unermeßlichen Leides, aus dem seine Schönheit entsprang.

Das andere hatte nun für sein Teil zu einer Einheit gefunden, doch war es schrill und leer und wiederholte sich endlos; und es hatte nicht viel Harmonie, sondern eine lärmende Einstimmigkeit, wie wenn viele Trompeten zwischen wenigen Tönen wechseln. Und es war bemüht, das andre Lied mit der Gewalt seiner Stimme zu ersticken, doch schien es, dass seine leuchtendsten Töne von dem andren Lied ergriffen und in dessen feierlicher Melodie mitgeführt wurden. Inmitten dieses Kampfes, der Ilúvatars Hallen erschütterte, so dass ein Beben in die Räume nie gebrochenen Schweigens hinauslief, stand Ilúvatar ein drittes Mal auf, und sein Antlitz war furchtbar zu schauen. Dann hob er beide Hände, und mit einem Akkord, der tiefer war als der Abgrund, höher als das Firmament und durchdringend wie das Licht aus dem Auge Ilúvatars, endete die Musik. Da sprach Ilúvatar, und er sagte:

»Mächtig sind die Ainur, und am mächtigsten unter ihnen Melkor; daß er's aber wisse, er und alle Ainur, daß ich Ilúvatar bin, will ich euch jene Dinge zeigen, die ihr gesungen, und möget ihr sehen, was ihr getan. Und du, Melkor, sollst sehen, kein Thema kann gespielt werden, das nicht in mir seinen tiefsten Grund hätte, noch kann das Lied einer ändern, mir zum Trotz. Denn wer dies unternimmt, nur als mein Werkzeug wird er sich erweisen, um Herrlicheres zu schaffen, von dem er selbst nichts geahnt.«

Da fürchteten sich die Ainur, und sie verstanden noch nicht die Worte, die sie vernommen hatten; und Melkor war von Scham erfüllt, aus der geheimer Zorn wuchs. Ilúvatar aber erhob sich in Herrlichkeit, und er schritt fort von den lichten Gefilden, die er für die Ainur geschaffen hatte, und die Ainur folgten ihm. Als sie aber in die Leere gekommen waren, da sagte Ilúvatar zu ihnen: »Sehet, dies ist euer Lied!« Und er zeigte ihnen ein Gesicht und gab ihnen zu sehen, was sie zuvor nur gehört hatten; und sie sahen eine neue Welt, und sie wölbte sich in der Leere und wurde von der Leere getragen, doch war sie nicht gleich ihr. Und als sie sahen und staunten, da tat diese Welt ihre Geschichte vor ihnen auf, und sie schien zu leben und zu wachsen. Und nachdem die Ainur eine Weile geschaut hatten und schwiegen, da sagte Ilúvatar abermals:

»Sehet nun eure Musik! Dies ist euer Gesang, und ein jeder von euch soll hier eingeschlossen finden, in dem Plan, den ich euch vor Augen führe, wovon immer ihn dünken mag, er selbst habe es ersonnen oder hinzugetan.

Und du, Melkor, wirst all die heimlichen Gedanken deines Geistes entdecken, und wirst erkennen, nur ein Teil des Ganzen sind sie und ihm Untertan.«Und vieles andre noch sagte Ilúvatar damals zu den Ainur, und da sie sich seiner Worte erinnern und jeder das Lied kennt, das er selber gespielt, wissen die Ainur vieles von dem, was war, was ist und was sein wird, und wenige Dinge bleiben ihnen verborgen. Manches aber ist da, das können sie nicht sehen, weder allein noch im gemeinsamen Ratschluß; denn nur sich selbst hat Ilúvatar alles vertraut, was er bereithält, und in jedem Zeitalter treten Dinge auf, die neu und nicht geweissagt sind, denn sie kommen nicht aus dem Vergangenen.
Und so auch bei diesem Gesicht der Welt: Als es vor den Ainur aufgetan wurde, da sahen sie Dinge, die sie nicht gedacht hatten. Und mit Erstaunen sahen sie die Kinder Ilúvatars kommen und die Wohnung, die ihnen bereitet war, und sie erkannten, daß sie selbst mit ihrer Musik Hand angelegt hatten, ihnen diese Wohnung zu schaffen, ohne doch von einem ändern Zweck als dem der Schönheit zu wissen.

Denn die Kinder Ilúvatars waren von ihm allein erdacht, und sie kamen mit dem dritten Thema und waren nicht in dem Thema, das Ilúvatar zu Anfang gab, und keiner der Ainur hatte an ihnen mitgeschaffen. Um so besser gefiel ihr Anblick den Ainur, denn anders als sie selbst waren diese Geschöpfe, fremd und frei, worin sie von neuem den Geist Ilúvatars erkannten und noch ein wenig mehr von seiner Weisheit erfuhren, die sonst auch den Ainur verborgen blieb.Die Kinder Ilúvatars aber sind Elben und Menschen, die Erstgeborenen und die Nachkömmlinge. Und inmitten all der Wunder der Welt, ihrer weiten Hallen und Räume und kreisenden Feuer, bestimmte Ilúvatar ihnen eine Stätte in den Tiefen der Zeit und inmitten der unzählbaren Sterne zur Wohnung. Und diese Wohnung mag jenen ein Geringes scheinen, die nur die Größe der Ainur sehen und nicht auch ihre furchtbare Schärfe: Wie wenn einer das ganze Gefilde Ardas zur Grundlage eines Pfeilers nähme und diesen immer höher aufrichtete, so lange, bis der Gipfel spitzer als eine Nadel wäre; oder wer nur an die unermeßliche Weite der Welt denkt, an der die Ainur noch immer bauen, und nicht auch an die feine Genauigkeit, mit der sie ein jedes Ding darinnen bilden.

Als nun aber die Ainur jene Wohnung im Gesichte erblickt und die Kinder Ilúvatars hatten erwachen sehen, da wandten viele der Mächtigsten unter ihnen all ihr Denken und Trachten jenem Orte zu. Unter diesen ragte Melkor hervor, wie er auch zu Anfang der Größte unter den Ainur gewesen war, die an der Musik teilhatten. Und er gab vor und glaubte es selbst zuerst, daß er dorthin zu gehen begehre, um alles zum Wohl der Kinder Ilúvatars zu richten, und er hielt die Stürme von Hitze und Kälte im Zaum, die in ihm tobten. Was er begehrte, war aber, sich Elben und Menschen zu unterwerfen, denn er neidete ihnen die Gaben, die Ilúvatar ihnen versprach, und er wollte selber Untertanen und Knechte haben und der Herr genannt werden und über andrer Willen gebieten...
Die anderen Ainur aber blickten auf diese Wohnung in den weiten Räumen der Welt, welche die Elben Arda nennen, die Erde, und ihre Herzen erfreuten sich des Lichts, und ihre Augen waren froh der vielen Farben, die sie schauten; große Sorge aber machte ihnen das Toben der See. Und sie achteten auf die Winde und die Luft, auf die Elemente, aus denen Arda gemacht war, Eisen und Stein und Silber und Gold und viele andre Stoffe; von allen diesen am höchsten aber schätzten sie das Wasser. Und die Eldar sagen, mehr als in jedem anderen Stoff auf dieser Erde sei im Wasser das Echo von der Musik der Ainur lebendig; und viele der Kinder Ilúvatars lauschen noch immer unersättlich den Stimmen des Meeres und wissen doch nicht, auf was sie lauschen..."--

Vielleicht doch ein Bezug zur Realität?
Drunvalo Melchizedek formulierte 1994 folgende Gedanken, die - für ihn persönlich - eine Gewissheit darstellen:


"Das WAS DA IST - waren ihr und ich in einer absoluten Einheit.
Und wir entschieden uns, dieses Universum zu erschaffen, und wir taten es in einer ganz spezifischen Art und Weise. Wir wählten eine spezifische Form, die eigentlich noch keine Form war, sondern eine kugelförmige Sphäre. Und aus dieser Sphäre ging alles hervor, was wir wissen und alles, was wir nicht wissen.
Es gibt keine Ausnahme. Alle Lebensformen, alle Körper, alle planetaren Formen und alles was sich dahinter befindet, all dies kam aus einem einfachen, kleinen runden Ball. Als wir dieses externe Universum geschaffen hatten, das für uns ein Experiment darstellte, entschieden wir uns, in dieses Universum hinein zu gehen. Es ist kein Problem für den Geist, für einen großen Geist, für Gott, an mehreren Orten gleichzeitig zu sein. Es ist ein Faktum, dass Gott an allen Orten gleichzeitig sein kann...
Und so teilte sich Gott. Ein Teil von IHM blieb jenseits jeder Form außerhalb des Experimentes. Ein anderer Teil ging in das Experiment hinein."
 
Ich bin mir noch nicht darüber im Klaren, ob bzw. inwieweit ich mir diese Gedanken zueigen mache. Die Überlegung, Gott habe sich in eine Vielzahl von Einzel-Entitäten (nämlich 'uns' bewusste Individuen) aufgespalten, finden wir beispielsweise auch bei Neal Donald Walsch.