Freitag, 6. Februar 2015

Erziehnungstipps aus dem Vatikan

"Wenn man keine Ahnung hat, einfach nur die Messe halten.."

Seine Kinder zu schlagen 'um sie liebevoll-konsequent zu erziehen', geht aus Sicht des Weltkirchenführers in Ordnung. Solange, lautet die Einschränkung, man seinen Kindern nicht die Würde nimmt, indem man sie beispielsweise ins Gesicht schlägt.

Der Papst habe eines Tages einen Mann sagen hörte: "Ich schlage meine Kinder manchmal ein bisschen, aber nie ins Gesicht, damit ich sie nicht demütige." Das Kirchenoberhaupt fand das gut. Der Mann habe einen Sinn für Würde, wird Franziskus zitiert: "Er muss sie bestrafen, aber tut es gerecht und geht dann weiter." 
Möglich, dass Päpste stets 'in bester Absicht' öffentliche Kommentare abgeben. Entscheidend ist jedoch, wie diese Aussagen von 1,2 Milliarden Katholiken rezipiert werden. Wie werden manche von ihnen die päpstliche Ermunterung für ein veraltetes Erziehungsprinzip, das mit der Würde des Kindes kollidiert, umsetzen

"Ein Klaps oder eine Ohrfeige hat noch niemandem geschadet". Solche Parolen dürften die meisten Deutschen über 40 noch lebhaft in Erinnerung haben. Wie die resultierende Lebenswirklichkeit aussehen konnte, beschreibt dieser Artikel:

Kochlöffel, Rohrstock, Teppichklopfer oder der Gürtel (an den Gürtel erinnere ich mich noch gut - und an den Siegelring, denn eine männliche Erziehungsperson beim Erziehen nicht ablegte) - in der Nachkriegszeit wurden diese und weitere Utensilien von Eltern als Erziehungsmittel gegen ihren Nachwuchs eingesetzt. 
Das zur Zeit des Wirtschaftwunders ein flächendeckendes Phänomen über alle sozialen Schichten hinweg. Frühere Generation traf es noch heftiger.

 Dokumentation: Wer seine Kinder liebt, der züchtigt sie

"Heute Abend bekommst du Prügel."  
Aber warum?" 
"Damit du nicht über die Stränge schlägst."



Diese Vergangenheit ist nicht mehr zu ändern. Auch ist kaum zu bestreiten, dass diese Eltern ihre Kinder liebten. Dennoch, als Erziehungsmodell für die Zukunft sind derartige 'Konzepte' völlig untauglich!

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