Dienstag, 6. März 2012

Edgar Cayce über Reinkarnation, Karma und Erbsünde

Sollte es einen Weg für uns Menschen in einen ewigen, rundum glücklichen Zustand geben, dann hängt dieser Weg weder von der Mitgliedschaft im richtigen Verein ab noch von einem aus unserer Subjektivität erwachsenden Glaubenssystem...

Die Beiträge zu Reinkarnation und Auferstehung sind ab Januar 2013 hier zu finden:

Edgar Cayce im Oktober 1910

    Kommentare:

    1. Über die Bäume des Paradieses

      "Und der Baum des ewigen Lebens, wie er in Erscheinung getreten ist durch den Willen Gottes, befindet sich im Norden des Paradieses, sodass er die Seelen der Reinen unsterblich mache, die hervorkommen werden aus den Gebilden der Armut zum Zeitpunkt der Vollendung des Äons. Die Farbe des Baumes des Lebens aber gleicht der Sonne. Und seine Zweige sind schön. Seine Blätter gleichen denen der Zypresse. Seine Frucht gleicht einem Bund von Weintrauben, wobei sie weiß ist. Seine Höhe geht hinauf bis in den Himmel.
      Und neben ihm befindet sich der Baum der Erkenntnis, wobei er die Kraft Gottes hat. Seine Herrlichkeit gleicht dem Mond, wenn er sehr leuchtet. Und seine Zweige sind schön. Seine Blätter gleichen Feigenblättern. Seine Frucht gleicht guten, appetitanregenden Datteln. Dieser nun befindet sich im Norden des Paradieses, sodass er die Seelen aus dem Schlaf der Dämonen erwecke, damit sie zum Baum des Lebens kommen und von seiner Frucht essen und so die Mächte und ihre Engel verurteilen."

      Diese wundervolle Poesie (Die Schrift ohne Titel / Über die Bäume des Paradieses) ist nicht in der Bibel zu lesen; sie wurde erst 1945 als Bestandteil der "Schriften von Nag Hammadi" (wieder-)gefunden, die im Nachhinein betrachtet als der wertvollste archäologische Fund aller Zeiten anzusehen sind, denn sie beinhalten mit dem Philippusevangelium (NHC II,3) das vergessene Wissen der Urchristen (Gnostiker = Wissende) und mit dem Thomas-Evangelium (NHC II,2) die wahre und ebenso vergessene Erkenntnis des Jesus von Nazareth – und damit den Schlüssel zur Überwindung der Erbsünde und der Verwirklichung des "Himmels auf Erden"! Doch beschäftigen wir uns zunächst mit den "Bäumen des Paradieses", die in der Genesis nicht näher beschrieben sind. "Apfelbäumchen" sind es nicht, aber auch die Zypresse (immergrüner Nadelbaum) und der Feigenbaum (Laubbaum, der seine Blätter im Winter abwirft) sind wiederum nur Symbole für etwas sehr viel Grundlegenderes. Wörtlich übersetzt aus dem Althebräischen heißt der Baum des (ewigen) Lebens "Baum, der Frucht ist und Frucht macht". Es gibt keinen Baum in der Natur, der gleichzeitig "Frucht ist und Frucht macht", aber der Geldkreislauf in einer Volkswirtschaft ist der Gewinn und macht wieder Gewinn! Der Baum der Erkenntnis ist eigentlich der "Baum, der Frucht macht". Das machen zwar viele Bäume in der Natur, aber von der Hypothese, dass es sich bei den "Pflanzen" in der Genesis um natürliche Gewächse handelt, können wir uns jetzt verabschieden. Der Baum der Erkenntnis (von Gut und Böse) ist der Zinsgeldverleih und seine "Frucht" ist der Zins, genauer: der Urzins (Silvio Gesell, 1916) bzw. die Liquiditäts(verzichts)prämie (John Maynard Keynes, 1935)!

      Ab jetzt lassen sich alle anderen Bilder und Metaphern der originalen Heiligen Schrift (die Bibel nur bis Genesis_11,9), die nicht zum Zweck des Moralverkaufs gegenständlich-naiv uminterpretiert wurde, stringent und lückenlos erklären:

      Jüngstes Gericht

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      1. Vielen Dank für Ihren Kommentar und das enthaltene Zitat. Leider kenne ich die Nag-Hammadi-Schriften bislang nur in wenigen Auszügen, soweit sie die Geschichte der Katharer berühren.

        Vielleicht liegt es daran, dass ich einen dieser wahrlich überaus wertvollen spirituellen Werke zu materiellen Aspekten wie Geldkreislauf, Zinssystem etc. herstellen kann.
        Ich stimme darin überein, dass die Bäume des Lebens und der Erkenntnis von Gut und Böse kaum als natürliche Pflanzen zu verstehen sind - ihre metaphorische Bedeutung ist weit größer. Es ist denkbar, dass erst die viel zu lange unterdrückten Schriften der Gnostiker einen Schlüssel zu dieser Bedeutung enthalten, der auch im christlichen Kontext ein schlüssiges Verstehen über den angesprochenen 'Moralverkauf' ermöglichen.

        --

        Für etwaige Mitleser: Die Nag-Hammadi-Schriften sind im Web als PDF-Datei unter diesem Link abrufbar:
        http://gloriadei.info/001a/docs/NH/Nag_Hammadi_-_Luedemann-Janssen.pdf


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